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Rechtsschutzversicherung – Streiten kann teuer sein

Rechtsschutzversicherung: Klagen kann teuer sein, Foto: © PictureArt - Fotolia.com Eine Rechtsschutzversicherung bietet im Falle einer rechtlichen Streitigkeit Schutz vor möglichen finanziellen Schäden, die durch die Prozesskosten und andere Verbindlichkeiten entstehen können. Es gibt bei den Rechtsschutzversicherungen allerdings auch klare Vorgaben einzuhalten, die einen Versicherungsfall deklarieren.

Zumeist zahlt eine Rechtsschutzversicherung viele Kosten eines Rechtsstreites unter der Geltendmachung einer Selbstbeteiligung. Eine solche Selbstbeteiligung beträgt meist circa 150 bis 250 Euro und wird vom Versicherungsnehmer pro Versicherungsfall getragen. Es ist bei manchen Versicherungsunternehmen allerdings möglich, eine solche Selbstbeteiligung zu umgehen, indem man nur geringfügig höhere monatliche Beiträge zahlt. Dies sollte vor Vertragsabschluss individuell geprüft werden.

Rechtsschutzversicherung: Welche Kosten werden übernommen

Die Kosten, die eine Rechtsschutzversicherung im Versicherungsfall übernimmt, sind die Kosten für einen Rechtsanwalt, Honorare für Sachverständige, Kosten, die bei der Ladung von Zeugen entstehen, Gerichtskosten und auch die Kosten, die die gegnerische Seite verursacht hat, falls der Versicherungsnehmer dazu verurteilt wird, diese Kosten zu tragen. Neben diesen gewöhnlichen Kosten haftet eine Rechtsschutzversicherung auch im Falle einer drohenden Haftstrafe und zahlt Kautionen meist bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Wird der Versicherungsnehmer allerdings zu Bußgeldern und anderen Geldstrafen verurteilt, so muss er diese selbst tragen, denn die Rechtsschutzversicherung trägt diese nicht.

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen mehreren Formen der Rechtsschutzversicherung. So gibt es zum einen den privaten und den beruflichen Rechtsschutz, aber auch spezielle Versicherungen, die sich beispielsweise auf ein Fahrzeug beziehen. Möchte man ein bestimmtes Fahrzeug im Rahmen einer Rechtsschutzversicherung ersichern lassen, so ist man verpflichtet, das korrekte Kennzeichen hierfür anzugeben. Es ist dennoch auch möglich, alle Fahrzeuge, die innerhalb einer Familie existieren über eine Rechtsschutzversicherung absichern zu lassen.

Rechtsschutzversicherung: Der Schutz ist unterschiedlich

Auch Immobilien können per Rechtsschutzversicherung versichert werden. Es muss hierbei allerdings genau angegeben werden, zu welchem Zweck die jeweilige Immobilie genutzt wird. So unterscheidet sich der Rechtsschutz für Eigentum von dem, der für eine Mietwohnung angepasst wird. Im Versicherungsfall wird also nur die angegebene Nutzungsart versichert. Stimmt diese nicht mit der tatsächlichen Nutzung überein, so greift die Rechtsschutzversicherung nicht.

Handelt es sich um Fälle, die innerhalb des Strafrechts liegen, so unterscheiden die Rechtsschutzversicherungen deutlich zwischen Fällen, die von der Versicherung übernommen werden und solchen, die aus den Leistungen der Versicherung herausfallen. Wird ein Versicherungsnehmer also beispielsweise des Mordes oder der Nötigung bezichtigt, so ist er nicht über die Rechtsschutzversicherung versichert. Handelt es sich hingegen um Delikte innerhalb des Waffen- oder Betäubungsmittelgesetzes, so stehen die Chancen auf Übernahme der Kosten sehr gut.

Rechtsschutzversicherung: Fazit

Eine Rechtsschutzversicherung ist eine äußerst sinnvolle Entscheidung, da es nicht selten zu rechtlichen Streitigkeiten kommt, mit denen man im Vorhinein nicht gerechnet hat. Da man bei den meisten Rechtsschutzversicherungen zunächst in der Regel drei Monate versichert sein muss, bevor Leistungen bezogen werden können, ist also auch ein frühzeitiges Abschließen einer Rechtsschutzversicherung von Vorteil. So ist ein Versicherter im Rahmen seiner Rechtsschutzversicherung vor Kosten geschützt, die meist einen Rahmen annehmen können, der sich der Vorstellung der meisten Versicherungsnehmer zunächst entzieht, da Gerichtskosten und Anwaltskosten oftmals sehr kostspielige Positionen sind, ohne die ein Rechtsstreit allerdings selten auskommt. Man sollte sich also nicht zu sehr in falscher Sicherheit wiegen, sondern eher für den Ernstfall vorsorgen, in dem wahrhaft große Geldsummen die kleinen Beiträge zur Rechtsschutzversicherung oft sofort relativieren.

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