Unterschied Mietkauf und Ratenkredit
15. Januar 2010 # 10:30 # Finanzen News # Keine Kommentare
© creAtive - Fotolia.com
Kredit für den Hauskauf
Für den Hauskauf sollte man nicht unbedingt einen Kredit aufnehmen. Der Mietkäufer ist noch nicht rechtmäßiger Eigentümer der Immobilie. Nach einer vertraglich festgelegten Laufzeit, die oft zehn Jahre dauert, wird die auf Wohnung oder Haus lastende Restschuld ausgeglichen. Die Restschuld verringert sich während der Mietjahre entsprechend der monatlich entrichteten Mieten. Nach Ende der Laufzeit bezahlt der Mietkäufer eine größere Schlussrate, dann ist er der rechtmäßige Besitzer der Immobilie. Beim Mietkauf sollte man darauf achten, dass im Laufe der Vertragslaufzeit die Objektinstandhaltung meistens dem Mieter obliegt und nicht dem Vermieter, wie bei klassischen Mietverhältnissen.
Jedoch ist es möglich, in diesem Fall Abweichungen bei individuellen Verträgen zu geben. Im Mietkaufvertrag sollte der Termin der Eigentumsübergabe angegeben werden. Vor Vertragsabschluss sollte man auf jeden Fall das Haus oder die Wohnung besichtigen. Die monatlichen Mietraten sind in der Regel höher als ortsübliche Mieten, jedoch kann Mietkauf für den Interessanten attraktiv sein, denn die Immobilie ist einfacher zu finanzieren als bei Sofortkauf. Vor allem für junge Familien stellt Mietkauf eine Alternative dar, wenn sie von Banken keinen Kredit erhalten können, aber auch für Selbständige ist diese Art des Hauserwerbs oft interessant. Zu Anbietern von Mietkaufimmobilien gehören meistens Bauträger, Makler oder auch Genossenschaften. Mietkaufverträge werden besonders oft in bevölkerungsreichen Gebieten abgeschlossen.
Mietkauf
Der Mietkauf birgt jedoch viele Nachteile für die Käufer, denn zum einen werden die Mieten in der Regel beachtlich zu hoch angesetzt und zum anderen rät auch der Mieterschutz vor dieser Variante der Finanzierung des Hauserwerbs ab, denn der Verkäufer des Hauses kann auch bei Insolvenz auf den Erwerb des Hauses und auf diese Weise auf die Zahlung der Restschuld bestehen. Darüber hinaus ist der Mietkauf im Gegensatz mit dem Hypothekendarlehen oder einem Ratenkredit eindeutig kostbarer, denn zum Beispiel wird auch der Wertverlust im Laufe der Mietzeit nicht mit in die Bestimmung des Verkehrs-Wertes einbezogen.
Hohes Risiko beim Mietkauf! Der Mietkauf bedeutet keine Wunderkonstruktion, der jedem potentiellen Käufer den Kauf und jedem Verkäufer die Veräußerung der Immobilie ermöglicht. In jedem konkreten Einzelfall sollte man genau prüfen, ob es mittels einer entsprechenden Vertragskonstruktion auch ohne Finanzierung mittels einer Geschäftsbank ein Immobiliengeschäft möglich ist und die auf diese Weise verbundenen Risiken für alle Vertragsbeteiligten übersichtlich und berechenbar bleiben. Der Notar berät den Kunden, ob dies durchführbar ist oder andere Varianten zur Umsetzung seiner Vorstellungen zur Veräußerung oder zum Kauf einer Immobilie bestehen.
Abonniere RSS
Kommentar RSS






